Vom Kesslerloch nach Orsingen
14 000 Jahre Tierhaltung zwischen Bodensee, Hochrhein und Hegau
VORTRAG 22.05.2025 um 19:00 Uhr – Dr. Simon Trixl
Danke an alle Interessierten! Den Vortrag gibt es hier noch einmal, oder auch zum ersten Mal, zum Anschauen.
Der älteste Hund der Welt
Mit dem Schlagwort «Der älteste Hund der Welt» sorgte das Kesslerloch 2010 für internationales Aufsehen, als ein Thaynger Altfund als Oberkieferknochen eines Hundes mit dem stolzen Alter von 14100 – 14800 Jahren identifiziert wurde. Lässt sich dieser Weltrekord auch 15 Jahre danach aufrechterhalten? Das ist eine der Fragen, denen am Donnerstag, 22. Mai um 19 Uhr der Archäozoologe Simon Trixl im Kultur- und Begegnungszentrum Sternen nachgeht. Er liefert einen attraktiven und aufschlussreichen Einblick in 14 000 Jahre Tierhaltung zwischen Bodensee, Hochrhein und Hegau beziehungsweise zwischen Kesslerloch und Orsingen (bei Stockach), wo Pferdeskelette Einblick in die Koalitionskriege gegen Napoleon gewähren. Der Vortrag ist Teil der neuen Reihe «Der Reiat im Hegau», mit welcher wir in loser Folge nach Gemeinsamkeiten mit den deutschen Nachbarn suchen, nicht nur in der Vergangenheit, wo es noch keine Grenzen gab, sondern möglichst auch in der Gegenwart. Zu seinem Vortrag sagt Simon Trixl: «In allen (prä-)historischen Perioden waren Tiere unverzichtbar für den Menschen: Sie lieferten Nahrungsmittel, Rohstoffe für die Herstellung von Werkzeugen und teils auch Arbeitskraft für Landwirtschaft und Transportwesen. Einblicke in die wechselvolle Geschichte der Tier-Mensch-Beziehung geben Überreste von Tieren, die in Form von Knochen, Zähnen und Geweih bei archäologischen Ausgrabungen zutage kommen und mithilfe der Archäozoologie wissenschaftlich untersucht werden.» Die überaus reiche archäologische Fundlandschaft erzählt, wie sich die Tiernutzung in unserer Region seit dem Ende der Altsteinzeit bis in die Neuzeit entwickelte.
